Pressestimmen

Zwischen Pathos und Askese

Krönungsmusiken im Bonner Münster

In jeder Hinsicht königlich geht es derzeit im Bonner Münster zu. Als musikalische Ergänzung der Ausstellung anlässlich der Krönung Philipps des Schönen, die dort vor 700 Jahren stattfand, führten der Bonner Münster-Chor, der Chorus Cantate Domino und der CityProjektChor drei königliche Werke auf: Mozarts Krönungsmesse, die Missa coronationalis von Liszt und Beethovens Krönungskantate, die man bereits im letzten Jahr in anderer Besetzung aufgeführt hatte. Das selten aufgeführte, 1790 aus Anlass der Thronbesteigung von Leopold II. komponierte Werk, ist immer eine Aufführung wert, dies zumal, wenn sie so überzeugend wie in diesem Fall gelingt.

Aus Platz- und akustischen Gründen hatte man alle Musiker auf die Orgelempore verbannt, eine nachvollziehbare und letztendlich weise Entscheidung, wird der Klang durch die Nische hinter der Orgel doch weitaus besser gebündelt als durch einen halligen Chorraum. So wurden Chor und Orchester wunderbar plastisch abgebildet, wenn auch die Textverständlichkeit nicht immer optimal war. Musikalisch aber war an diesem Abend ansonsten alles königlich, Chor und Orchester, die von Markus Karas geleitet wurden, machten eine ausgezeichneten Figur. Die machte auch Liszts 1867 komponierte Missa coronationalis. Das Werk, von dem noch nicht mal gedrucktes Orchestermaterial existiert, war eine echte Entdeckung. Die Verbindung von Pathos, musikalischer Askese und liturgischem Gestus hat hier typisch Liszt'sche Dimensionen, die von Karas und seinen Ensembles kongenial umgesetzt wurde. Nicht zuletzt das allen äußerlichen Prunks enthobene Credo hinterließ hier einen nachhaltigen Eindruck. Dazu zählte auch das mit Suzanne Thorp, Alexandra Thomas, Ulrich Cordes und Andreas Petermeier ausgezeichnet besetzte Solistenquartett, das auch die Solopassagen in Mozarts Krönungsmesse überzeugend gestaltete. Hier zeigten Chor und Orchester, dass auch ein solches Repertoirestück noch frisch klingen kann.

Bonner Generalanzeiger, 17. November 2014 / Guido Krawinkel

Machtvolle Orgelklänge und Gedanken an Krieg

Münster-Kammerchor überzeugt bei Benefizkonzert "Musik mit Herz" für Syrien in der Remigiuskirche

Bonn. Einen würdevollen Rahmen bot die Remigiuskirche für das Benefizkonzert "Musik mit Herz" zugunsten der Menschen in Syrien, das das Hilfswerk missio aus Aachen organisiert hatte. Zu hören war der Chorus Cantate Domino, der Kammerchor am Bonner Münster. In diesem Jahr feiert er sein 20-jähriges Bestehen. Begleitet wurde der gemischte Chor von Münsterkantor Markus Karas am Klavier und an der Klais-Orgel.

Machtvolle Orgelklänge erfüllten die hohe gotische dreischiffige Kirche aus Tuffstein beim ersten Orgelsolo des Komponisten Nicolaus Bruhns "Praeludium e-Moll für Orgel solo". Die Klanggewaltigkeit und Vielseitigkeit der Orgel wurde auch bei der Komposition von Markus Karas "Drei Choralvorspiele im Bachschen Kontrapunkt" deutlich. Die Musik des ersten Konzertteils stammte aus der Romantik und Spätromantik. Grösstenteils mit Melodien, die das Herz berührten. Der zweite Teil war durch Choräle geprägt, meist a capella. Darunter "Ach, arme Welt" von Felix Mendelssohn Bartholdy, "God be in my head" von John Rutter oder "Os justi" von Anton Bruckner. Der Chor sang vor dem Flügelaltar mit den grossen Altargemälden. Beim Zuhören der harmonischen, alles verbindenden und getragenen Klänge kamen vielen Zuhörern Gedanken wie "Was für ein Quatsch doch Krieg ist". Mit jazziger Klavierbegleitung zu "A little Jazz Mass" von Bob Chilcott klang das Konzert frohgemut aus. Als Zugabe gab es das Friedens- und Segenslied "Lord bless You".

Nur wenige Besucher waren bei dem eindrucksvollen Konzert in der grossen Kirche zu Gast. "Das liegt wohl an der Fülle an Konzerten, die jetzt in dieser Jahreszeit geboten werden", meinte Markus Karas. Der Erlös von knapp 500 Euro soll direkt vor Ort Menschen in Syrien zugutekommen und ist in erster Linie für die Versorgung mit Essen, Medikamenten und Kleidung von Kindern gedacht.

(Bonner General-Anzeiger, 12.11.2013)

20 Jahre 'Chorus Cantate Domino'

Musikalischer Geburtstag am Bonner Münster

Jung und dynamisch, engagiert und ehrgeizig – diese Eigenschaften kennzeichnen den Kammerchor ‚Chorus Cantate Domino‘ (CCD) am Bonner Münster, der kürzlich sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Enthusiasmus und Neugier

1993 zur Gestaltung der Jugendmessen im Dekanat gegründet, ist der Chor bis heute ein junges Ensemble geblieben, in dem sich vor allem Studierende und junge Berufstätige engagieren. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 35 Jahren, schon berufsbedingt gibt es eine höhere Fluktuation als bei konventio- nellen Kirchenchören. Aber gerade das Unkonventionelle ist es, was Regional- und Münster-Kantor Markus Karas, der für die Kirchenmusik zuständig ist, an ,seinem‘ Kammerchor so schätzt: „Nicht alle Mitglieder haben eine musikalische Vorbildung oder spielen selbst ein Instrument, alle aber bringen ein hohes Engage- ment bei der Programmgestaltung und die Bereitschaft mit, Neues auszuprobieren und auch zuhause etwas zu tun. Das ermöglicht auch ehrgeizige Projekte.“

Unterstützung erwünscht

Zum festen Repertoire des CCD gehören drei- bis achtstimmige Kantaten und Motetten aus der Renaissancezeit, Werke von Bach, Brahms und Bruckner, aber auch Kompositionen zeitgenössischer Musiker – meist a cappella, gelegentlich auch mit Orgel- oder Orchesterbegleitung. Mit diesem Programm haben sich die jun- gen Sänger nicht nur in Bonn einen Namen gemacht, regelmäßig sind sie bei der Morgenandacht imWDR-Rundfunk zu hören und Ende Februar erst haben sie zwölf Choräle aus dem neuen Got- teslob auf CD eingespielt. Aber: Immer wieder müssen Mitglie- der aus dem Ensemble ausscheiden, weil sie sich beruflich verän- dern. Gerade bei den Bass-Stimmen, so Markus Karas, sei derzeit eine Verstärkung wünschenswert. Der ,Chorus Cantate Domino‘ trifft sich dienstags von 18.50 bis 20.30 Uhr im Münster-Carré (Gangolfstraße 14) zur Probe.

(bon(n)jour - Das Magazin für Bonn & die Region, www.bonnjour.de, 6/2013)

Bonner Orgelfest

Neues Meisterwerk erschlossen

(...)

Seit 20 Jahren gibt es den Chorus Cantate Domino - kurz CCD - bereits, Grund genug also für ein Jubiläumskonzert, das man gleich unter die Fittiche des Bonner Orgelfestes genommen hatte. Orgelwerke gab es mit der dritten Orgelsonate von Felix Mendelssohn Bartholdy und dem Benedictus aus op. 59 von Max Reger schließlich auch zu hören. Beides wurde von Regional- und Münsterkantor Markus Karas tadellos und packend gespielt.
Die Hauptrolle spielte jedoch der CCD und der hat sich in den Jahren seines Bestehens zu einem außerordentlich guten Ensemble entwickelt. An diesem Abend war man zwar vorwiegend romantisch bis modern unterwegs. Mit doppelchörigen Motetten von Mendelssohn Bartholdy über Werke von Randall Thompson, Heinz Werner Zimmermann bis hin zu Bob Chilcotts zehnminütiger, von Christian Winkler geleiteten "Little Jazz Mass" zeigte man sich stimmlich ziemlich sattelfest. Nur in den Motetten Mendelssohn Bartholdys "Warum toben die Heiden" und "Richte mich Gott" schienen manche Stimmen zuweilen ein wenig dünn besetzt.
Dafür ließ Karas aber stets am Textduktus orientiert musizieren: Die Heiden tobten wirklich, das Rufen zu Gott kam ebenso zum Ausdruck wie der Kampf gegen die Feinde Gottes oder unverbrüchliche Gotteszuversicht. Auch mit Motetten von Anton Bruckner zeigte der CCD, dass er über ein enormes Potenzial verfügt.

(Guido Krawinkel, Bonner General-Anzeiger, 05.05.2013)

Chor aus Bonn singt für neue Orgel

Montabaur. Für das jüngste Benefizkonzert zugunsten der neuen Orgel an St. Peter in Ketten hatte Kantor Andreas Loheide den Kammerchor am Bonner Münster, Chorus Cantate Domino, gewinnen können. Am Freitagabend intonierte das Ensemble, das unter der musikalischen Leitung von Regionalkantor Markus Karas steht, in der katholischen Pfarrkirche zu Montabaur Werke großer Romantiker und zeitgenössischer Komponisten. Loheide schaute bei der Begrüßung der Konzertgäste schon mal in die Zukunft: "Was am Bonner Münster Realität ist, nämlich eine wunderbare Orgel, die mit ihrem Klang in die Seele dringt, darauf warten wir hier noch." Die neue Königin der Instrumente soll künftig ein wichtiger Baustein im kulturellen Leben der Kreisstadt und der Region sein. Zukunftsmusik aus weiter Ferne sei das nicht mehr, sagte Loheide, denn man sei auf einem guten Weg. Der Bau der Orgel stehe kurz bevor.
Chormusikalische Kultur zelebrierte Chorus Cantate Domino, der, wie der Name verrät, mit dem Ziel gegründet wurde, die sonntägliche Abendmesse für junge Leute im Bonner Münter liturgisch schlüssig und qualitativ hochwertig zum Lob Gottes mitzugestalten. Liturgisch schlüssig und vor allem qualitativ hochwertig war das Repertoire, das Markus Karas mit 13 Sängerinnen und sechs Sängern in Montabaur vorstellte. Dabei bewegte sich das Ensemble im Genre des geistlichen Liedgutes der Romantik ebenso souverän wie in zeitgenössischer Chorliteratur von John Rutter und Bob Chilcott.
Sieben Motetten für vier- bis achtstimmigen A-capella-Chor, darunter die Gebete "Locus iste" und "Ave Maria" von Anton Bruckner, entführten die Zuhörer in St. Peter in Ketten in eine ausdrucksstarke Stunde. Den Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy erwies Chorus Cantate Domino mit zwei Chören aus dem Oratorium "Elias" und mit "Richte mich Gott" aus den drei doppelchörigen Motetten, op. 78, seine Referenz.
Markus Karas bereicherte die kirchenmusikalische Soiree mit zwei instrumentalen Intermezzi. Zwei Sätze aus der Mendelssohnschen Sonate für Orgel Nr. 3 A-Dur, op. 65.3, und zehn Variationen über ein "Thema in d" für Klavier solo aus seiner eigenen Feder bewiesen die Qualitäten des Regionalkantors an Orgel und Klavier.
Mit "God be in my head" und "A gaelic blessing" von John Rutter sowie mit "A little jazz mass" für vier- bis sechsstimmigen Chor und Klaier von Bob Chilcott machte das Bonner Ensemble deutlich, dass bewegende und die agile Rhythmik und die Dynamik das Gotteslob nicht minder aufregend verkünden können, als die traditionsreichen Werke alter Meister von Kirchenmusik. Das jüngste Benefizkonzert für die neue Orgel an St. Peter in Ketten war ohne Zweifel ein Kleinod in der Reihe "Musik an St. Peter in Ketten".

(Hans-Peter Metternich, Westerwälder Zeitung, November 2012)

Konzert in Montabaur 2012

Konzertfotö Hans-Peter Metternich


Luxemburger Orchester im Bonner Münster

Musikalischen Hochgenuss versprach das Programmheft des Konzertes im Bonner Münster. Zuviel versprochen war das indes nicht: Das Orchestre de Chambre du Luxembourg gastierte in dem romanischen Kirchenraum und zeigte sich als überaus qualitätsvoller Klangkörper.
Das Programm war trotz des sakralen Raums indes eher weltlich: Joseph Haydns Sinfonie Nr. 88, ein Konzertsatz für Violine und Orchester von Ludwig van Beethoven und - als eine echte Rarität - die Kantate zur Krönung Leopolds II. zum Kaiser, die Beethoven 1790 geschrieben hatte. Eine Verbindung zum Münster ließ sich insofern herstellen, als dass auch an dieser Stätte zwei Könige gekrönt worden sind.
Musikalisch bewegte sich das Konzert auf insgesamt außerordentlich hohen Niveau. Das Luxemburger Kammerorchester, das hier und beim Beethoven- Konzertsatz von Nicolas Brochot geleitet wurde, spielte die Haydn-Sinfonie adrett und blitzsauber aber doch so umsichtig und gesetzt, dass in der gegenüber einem Konzertsaal deutlich halligeren Akustik des Münsters alles schön transparent blieb. Selbst eine enorme Steigerung im Largo oder die tänzerische Urwüchsigkeit des Menuetts kamen so überzeugend zur Geltung.
Solist in Beethovens Konzertsatz (WoO 5) war Philippe Villafranca, der nicht nur mit einer formidablen Technik beeindruckte, sondern auch mit viel Brio und sensibel dosiertem Melos spielte. Bei der Krönungskantate für Leopold II. übernahm Münsterkantor Markus Karas die Leitung über den Münster- Chor, den Chorus Cantate Domino und den Frauenchor BonnSonata.
Alle Ensembles fügten sich in den Orchesterklang ein, und auch die Solisten Mariette Lenz (Sopran), Dirk Schmitz (Tenor) und Paul Majerus (Bass) trugen ihren Anteil zu einer rundum gelungenen Ensembleleistung bei.

(Guido Krawinkel, Bonner General-Anzeiger, Feuilleton, Artikel vom 15.05.2012)

Lichtblicke für Kinder in Brasilien

Remigiuskirche. "Vom Dunkel zum Licht" war das Benefizkonzert des Lions-Clubs Bonn-Venusberg in der Remigiuskirche betitelt, und das war in diesem Fall nicht nur programmatisch, sondern auch im Hinblick auf den guten Zweck zu verstehen. Der Erlös des Abends, immerhin satte 2.500 Euro, die vom Lions-Club auf 5.000 Euro verdoppelt wurden - kommt dem Lions-Projekt "Lichtblicke für Kinder in Brasilien" zu Gute, bei dem Hilfe für Betroffene von Sehbehinderungen und Augenerkrankungen bereitgestellt wird. Gerahmt wurde der Abend von zwei Orgelwerken, die Regional- und Münsterkantor Markus Karas auf der Klais-Orgel der Remigiuskirche spielte: das Präludium C-Dur (BWV 547) musikalisch sehr schön strukturiert und artikuliert, Präludium und Fuge über BACH von Franz Liszt mit einem guten Händchen für die an dieser Orgel nicht einfach zu findenden romantischen Klangfarben und hinreißendem Schwung. Der Chorus Cantate Domino bestritt den Großteil des Programms und zeigte sich dabei als leistungsfähiger Klangkörper mit einigem Format. Die Motette "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen" von Johannes Brahms etwa überzeugte trotz eines aus dem Rahmen fallenden Sopran-Einsatzes durchweg, auch in zwei der Motetten aus den "Quatre motets pour un temps de pénitence" von Francis Poulenc zeigte sich der CCD als zumeist sehr intonationssicher und ausdrucksstark. Klangvoll ließ man Motetten Anton Bruckners erklingen und auch im Zusammenspiel mit der Orgel, die von Karas selbst gespielt wurde, während Ansgar Pöhler die Leitung des Chores übernommen hatte, zeigte man sich von der besten Seite. Insgesamt wurde dem Publikum in St. Remigius an diesem Abend ein programmatisch wie musikalisch rundum gelungenes Konzert geboten.

(Guido Krawinkel, Bonner General-Anzeiger, Feuilleton, Artikel vom 14.11.2011)


1 000 Gläubige feiern in der Kreuzkirche

Kreuzkirche. Der Bläserchor der Lutherkirche kündigte es am Montagmorgen weit hörbar vom Turm der Kreuzkirche an: Punkt 10 Uhr begannen in der evangelischen Innenstadtkirche die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit mit einem ökumenischen, live in der ARD übertragenen Festgottesdienst. Den Gottesdienst zelebrierten Präses Nikolaus Schneider, Joachim Kardinal Meisner und Metropolit Augoustinos. Zugang zur von der Polizei bereits am frühen Morgen hermetisch abgeriegelten Kreuzkirche hatten nur die rund 1 000 geladenen Gäste. In den ersten Reihen: Bundespräsident Christian Wulff samt Ehefrau Bettina, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Außenminister Guido Westerwelle, einst Konfirmand der Kreuzkirchengemeinde, und sein politischer Ziehvater Hans-Dietrich Genscher mit Ehefrau Barbara, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in ihrer Funktion als Bundesratspräsidentin, Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch mit seiner Frau Hanne Hufschmidt, der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, USA-Botschafter Philip D. Murphy sowie viele weitere prominente Politiker von Bund und Ländern. Thema des Gottesdienstes: der Baum. Die Bonner Schauspielerin Birte Schrein zeigte als Sprecherin am Beispiel einer Baumscheibe eines vor 200 Jahren in Königswinter gepflanzten Baumes die Entwicklung der deutschen Geschichte seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf. In ihren Ansprachen und in der Predigt gingen Schneider, Meisner und Augoustinus auf unterschiedliche Weise auf die Bedeutung des Baumes vor dem Hintergrund der wiedererlangten Freiheit und Einheit Deutschlands vor 21 Jahren ein. An der musikalischen Gestaltung des feierlichen Gottesdienstes wirkten rund 200 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker aus Bonn und der Region unter Leitung von Markus Karas, Karin Freist-Wissing, Tono Wissing und Stefan Horz mit. Nette Geste am Rande: Als der kleinen Emilia (7) vom Rheinischen Kinder- und Jugendchor während des Auftrittes sichtlich unwohl wurde, sprang Bundespräsident Wulff auf und geleitete die kleine Sängerin fürsorglich in die Taufkapelle, wo sich umgehend ein erwachsenes Chormitglied um das Kind kümmerte. Nach dem Gottesdienst stand die Kleine putzmunter vor der Kirche und fand: "Der ist richtig nett, der Herr Bundespräsident."

(Lisa Inhoffen, Bonner Generalanzeiger vom 03.10.2011)


Chorkonzert in St. Severin am 20. Februar 2011

St. Severin. Für das Chorkonzert in Form eines "Evensong" in St. Severin/Mehlem gewann der Arbeitskreis evangelischer und katholischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Bad Godesberg und Umgebung als Chorleiter Markus Karas, Kantor am Bonner Münster, der den Chor mit einigen Mitgliedern seines Chorus Cantate Domino verstärkte. "Vom Dunkel zum Licht" lautete das Leitmotiv des Geistlichen Konzertes. Nur für die dunkeltönigen "Quatre motets pour un temps de penitence" von Francis Poulenc aus den Jahren 1938/39 formierten sich die Sängerinnen und Sänger im Halbrund des Altarbereichs. Sehr präzis in der Tongebung und variablen Akzentuierungen, verbunden mit einem feinnuancierten Vortrag, hinterließ der Chor gleich zu Beginn einen positiven Eindruck. Für die folgenden englischsprachigen "neoromantischen" Beiträge mit Orgelbegleitung von Joachim Sarwas stellte sich der gemischte Kammerchor vor dem Altarraum auf. Zunächst gefiel er in dem sanftmütigen, modernen "The (Apple) Tree of Life" von Colin Mawby und in dem großartigen Gebet von H. Balfour Gardiner "Evening Hymn". Zwei pathetische Marienlobe schlossen sich an: zuerst ein "Magnificat" von Charles Villiers Stanford mit einem hymnischen "Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist" und schließlich das "Song of Mary" von Richard Shephard. Und tatsächlich schien da ein musikalisches "Licht zu erleuchten" in dem Bindeglied zwischen den Marienvertonungen, dem "Nunc dimittis" für Chor, Kontrabass, Vibraphon und Orgel von Heinz Werner Zimmermann, Jahrgang 1930.

(Rainer Lersmacher, Köln-Bonner Musikkalender, April 2011 (Nr. 257))

Spätromantische Pracht

Münsterbasilika ehrt Josef Lammerz mit der Aufführung seiner Missa solemnis

Zu einem klangopulenten Festkonzert zu Ehren von Josef Lammerz und Heinz Werner Zimmermann hatte Münsterorganist und Regionalkantor Markus Karas in Bonns Basilika eingeladen. Beiden Komponisten fühlt er sich eng verbunden: Lammerz als seinem Vorgänger im Amt des Münsterorganisten und Leiters des Münsterchors, Zimmermann als ehemaligem Lehrer. Vor vollbesetzten Reihen gelangte dessen 1995 entstandenes Konzert für Oboe zu europäischer Erstaufführung. Als „Musik, die nie aufgehört hat zuversichtlich zu sein“ (Karas), arbeitet Zimmermann viel mit synkopierten Rhythmen. Im Finalsatz ist die Nähe zu Bernsteins energiegeladener Klangsprache nicht zu überhören. Katsuya Watanabe versah den technisch anspruchsvollen Solopart mit lyrischem Farbenreichtum. Unter Karas’ Leitung begleitete das glänzend präparierte Bonner Münster-Orchester. Eröffnet wurde der Abend mit der Missa solemnis für Solotenor, Chor, Orchester und Orgel von Josef Lammerz. Das der Spätromantik verpflichtete Werk wirkt vor allem im Blech bisweilen etwas plakativ. Durch die Gemeinschaft von Bonner Münsterchor, Chorus Cantate Domino und CityProjektChor sowie dem lyrisch strahlkräftigen Tenor Markus Müller und Wolfgang Bretschneider an der Orgel wurde das 1990 entstandene Werk intensiv ausgelotet, wobei viele Details allerdings in der üppigen Akustik regelrecht „ertranken“. Mendelssohns Vertonung der Sequenz „Lauda Sion“ von Thomas von Aquin bildete den hochromantischen Abschluss, der nicht zuletzt wegen des homogenen Solistenquartetts (Suzanne Thorp, Sopran, Cordula Hörsch, Alt, Markus Müller, Tenor, Thilo Dahlmann, Bass) umjubelt wurde.

(Bonner General-Anzeiger, 01./02.11.2010 / Fritz Herzog)

Musik von Mendelssohn im Bonner Münster

Münsterbasilika. Die Kirchenkonzerte des Chorus Cantate Domino unter der Leitung von Regionalkantor Markus Karas im Bonner Münster haben gute Tradition und stehen für qualitativ hochwertige und engagierte Chormusik. Die jüngste "Soiree" nun stand vorrangig im Zeichen des 200. Geburtsjahres von Felix Mendelssohn Bartholdy. Auf den Tag des Konzerts selbst fiel aber auch der 176. Geburtstag von Johannes Brahms, dessen Motette op. 74,1 "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen" das zutiefst inspirierte und musikalisch anspruchsvolle Finale des Abends bildete.

Neben Johannes Klassens (1904-1957) "Justorum animae", als kleine, aber sehr willkommene Abwechslung, war das Konzert mithin weitgehend erfüllt von Mendelssohnscher Chormusik. Die ausgewählten Chöre aus dem "Paulus" (mit Orgel) und "Elias" erklangen gleichermaßen gekonnt, wie die Ausschnitte aus "Sechs Sprüche" op. 79 und die "Drei doppelchörigen Motteten" op. 78, aus dem der Psalm 22 interpretatorisch in besonders guter Erinnerung blieb. Auch Dank des Solos des hohen Tenors Josef Bongartz.

(Bonner General-Anzeiger, 09.05.2009 / Christian O. Gazsi-Laki)


Konzert im Bonner Münster

Soiree mit Markus Karas und Chor sorgten für einen stimmungsvollen und klangreichen Abend

Bonn. Die Soiree im Bonner Münster war diesmal, rückblickend gewissermaßen, dem Osterfestkreis gewidmet. Der Kammerchor an der Münsterbasilika, "Chorus Cantate Domino", und Regionalkantor Markus Karas (Leitung und Orgel) waren die Ausführenden des stimmungsvollen und klangreichen Abends.

Der Kammerchor beeindruckte dabei wieder mit seiner in allen Stimmlagen sehr sauberen und sicheren und in den dynamischen Dispositionen ausgesprochen differenzierten Interpretationsweise.

Das galt auch für anspruchsvolle harmonische Verhältnisse wie etwa bei Poulencs "Timor et tremor" und "Vinea mea electa" sowie Messiaens meditativem "O sacrum convivium". Die orgelbegleiteten englischen Gesänge von Richard Shepard, Charles Villiers Stanford, John Rutter und H. Balfour Gardiner zeigten dann eher eingängigen oder sogar genüsslichen romantischen Gestus.

Als Solist trug Markus Karas dem Himmelfahrtsgeschehen Rechnung mit Messiaens großartigen sinfonischen Meditationen "L'Ascension", denen er stil- und klangtechnisch sehr genaue und intensive Realisationen zuteil werden ließ. - Viel Beifall für alle Mitwirkenden.

(Bonner General-Anzeiger, 10.05.2008 / Barbara Kaempfert-Weitbrecht)


Benefizkonzert des Lions-Clubs

Münsterbasilika. Klassische und swingende Kirchenmusik stand auf dem Programm eines Benefizkonzertes des Lions-Clubs Bonn-Venusberg im Bonner Münster, dessen Erlös für die Initiative „Kinder brauchen ein Zuhause“ bestimmt war. Mit diesem Projekt fördern die Salesianer Don Boscos die Opfer des jüngsten Erdbebens in Peru, denen sie wieder Perspektiven für ein neues Leben bieten wollen.

(...)

Im zweiten Teil des Konzerts ging es lockerer zu. Mit Werken von Colin Mawby, Markus Nickel, Stephen Harrap (Bonner Lobgesang) und John Rutter (Gloria) ließen es die Musiker ordentlich grooven.

(Bonner General-Anzeiger, 23.10.2007 / Guido Krawinkel)


Viel Gespür fürs Dramatische

Bach-Kantaten zum Advent präsentiert das Bonner Münster

Bonner Münster. Unter der Leitung von Regionalkantor Markus Karas war im Bonner Münster ein festliches Konzert zu hören, bei dem gleich drei Kantaten von Johann Sebastian Bach aufgeführt wurden, Von Bachs beiden Kantaten mit dem Titel "Nun komm, der Heiden Heiland" stand die zweite, BWV 62, auf dem Programm.

Der Chorus Cantate Domino des Bonner Münsters zeigte sich dabei als Ensemble von außerordentlicher Gestaltungskraft. Ulrich Schütte (Bass) überzeugte bereits in seiner ersten Arie durch schwungvolles Tempo und Genauigkeit in der Phrasierung. Auch Rita Balta (Sopran 1), Ariane von der Heyden-Karas (Sopran 2), Christine Wehler (Alt) und Ulrich Cordes (Tenor) bewiesen in ihren jeweiligen Solopartien Stimmbeherrschung, Präzision und kluge Ausdrucks-Fähigkeiten.

Die erste Fassung des Magnificat BWV 243 wurde von Bach für eine Wiederaufführung am ersten Weihnachtsfeiertag 1723 um vier weihnachtliche Einlagesätze ergänzt; in dieser Fassung erklang das Werk mit dem mit dem gut präparierten und lebhaft agierenden Kammerchor des Bonner Münsters. Das Barock-Orchester der Münster-Basilika gab dem Ganzen einen authentischen, barocken Klang.

(Bonner General-Anzeiger, 11.12.2006 / Miriam Halfmann)


Unterstützung für Straßenkinder auf Haiti

Erfolgreiches Benefizkonzert im Bonner Münster

Bonn. Im völlig ausverkauften Bonner Münster fungierte der Förderverein des Lions Club Bonn-Venusberg als Veranstalter eines Benefizkonzertes zu Gunsten von Berufsausbildungen im Straßenkinderprojekt "Timkatec" in Pétion-Ville auf Haiti über den Orden der Salesianer Don Bosco in Bonn. Münsterkantor Markus Karas hatte für diesen Anlass ein schönes musikalisches Programm konzipiert. Der Gesamterlös des Abends betrug 5 000 Euro.

Jubilar Mozart war am häufigsten vertreten. Karas selbst brachte auf der Orgel die Fantasie f-Moll KV 608 und das Andante F-Dur KV 616 für eine Spieluhr effektvoll zum Klingen. Das "Laudate Dominum" aus KV 339, das neben dem ersten Teil des "Te Deums" KV 141 erklang, wurde von Ariane von der Heyden-Karas mit klarem Sopran gesungen.

Streicher aus dem Orchester der Münsterbasilika begleiteten. In der Missa brevis F-Dur KV 192 waren neben von der Heyden-Karas auch Brigitte Krahe (Alt), Rolf Schmitz (Tenor) und Heinz Bongartz (Bass), der Chorus Cantate Domino und der City Projekt Chor zu hören. Gerhard Haug ergänzte eine Orgel-Improvisation über "Ah, vous dirai-je, Maman".

Viel Kammermusik war außerdem noch ins Programm integriert, wobei der Flötist Wolfgang Mader ebenso Gelegenheit fand, sein Können zu zeigen wie Stefan Bodemann (Klavier) und Kathrin Averdung (Violine).

(Bonner General-Anzeiger, 21.11.2006 / Barbara Kaempfert-Weitbrecht)


Konzert in Bonn zum Adventauftakt 2005

Traditionell wird in der Remigiuskirche an den vier Adventssamstagen zur Mittagszeit eine musikalische Einstimmung geboten. Unter dem Motto "Komm, du Heiland aller Welt" gestalteten die Camerata Vocale St. Martin und der Chorus Cantate Domino unter der Leitung von Markus Karas das erste dieser Konzerte mit einem stilistisch vielgestaltigen, inhaltlich klug gegliederten Programm.

Auch musikalisch überwog ein guter Eindruck, der Chorus Cantate Domino überzeugte mit einem frischen und sauberen Ensembleklang, der nur im Bass einer stärkeren Akzentuierung bedürft hätte. Markus Karas hielt seinen Chor sowohl in barocken Choralsätzen als auch einer größeren Motette wie etwa "Veni, veni Emmanuel" von Zoltan Kodaly zu einer rundum gelungenen Leistung an.

(Bonner General-Anzeiger, 28.11.2005 / Guido Krawinkel)


160 Musiker im Bonner Hofgarten koordinieren

Hinter den Kulissen ist die Freude an der Musik eine ernste Sache
Planung der Begrüßungs- und Marienfeiern im Minutentakt

21.22 Uhr -- 21.23 Uhr -- im Minutentakt ist das Programm geschrieben, das heute auf der Bühne der Bonner Hofgartenwiese zur Begrüßung der Stadt Bonn und als Marienfeier stattfindet. Regionalkantor und Münsterorganist Markus Karas, der die Feiern musikalisch leitet, muss rund 160 Musiker -- Chöre, Solisten und Instrumentalisten - koordinieren, damit alle zur rechten Zeit ihren Einsatz finden. Bereits am vergangenen Samstag hat Karas mit dem Chorus Cantate Domino in der Bonner Münsterbasilika drei Stunden lang Musik aus mehreren Jahrhunderten zum Besten gegeben -- begleitet von atemberaubenden Lichtstimmungen, die der Künstler Stefan Knor an die Mauern des leer geräumten Gotteshauses projizierte. Der Titel des Ereignisses: Ludus Luminis -- Licht und Klang. Tausende Menschen säumten Mittel- und Seitenschiffe, wo normalerweise die Kirchenbänke stehen, um an dem Ereignis teilzuhaben. Stadtdechant und Hausherr Wilfried Schumacher freut sich über so viel Zuspruch und setzt auf die Zukunft -- das Publikum bittet er um Spenden für die Lichtinstallation, "wenn es Ihnen gefallen hat und Sie meinen, es sollte nicht die letzte Veranstaltung dieser Art sein." In den Monaten zuvor haben vor allem die Musiker und der von Markus Karas aufgestellte CityProjekt- Chor intensiv für die Aufführungen im Rahmen des Weltjugendtages geprobt. Im Mittelpunkt der musikalischen Gestaltung steht ein Gloria des englischen Komponisten John Rutter für Chor, Bläser und Keyboard. Schon bei der Aufführung am Samstag im Münster gab es viel Beifall -- ähnliche Zustimmung zu dem Mammutwerk erhoffen sich alle Beteiligten für die heutige Begrüßungsfeier der Stadt Bonn -- sofern nicht die musikalische Planung vom Dauerregen über die durchnässte Hofgartenwiese gespült wird. Den zunächst letzten großen WJT-Auftritt mit seinen Chören -- Chorus Cantate Domino, CityProjektChor und BonnSonata -- absolviert Karas am Mittwoch beim großen Kulturfestival. Knappe vier Stunden Konzert in der Bonner Stiftskirche mit Musik der letzten 1000 Jahre stehen auf dem Programm. Mit dabei sind auch der Jazz- und Kirchenmusiker Fraser Gartshore und seine Ensembles. Erwartet werden mehrere tausend Besucher -- wie viele davon in die Kirche passen, wird sich zeigen ...

(Presseamt des Erzbistums Köln, 15.08.2005 / C.K.)